MITTWOCHABEND

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Morbus Meniére und andere Alltagsplagen

Ach, ist es nicht herrlich, den Donnerstag Nachmittag frei zu haben... Ja Ja, kein Praktikum mehr. Nie wieder nach Emden tuckeln. Und was macht die Claudi mit ihrer neu errungenen Freizeit? Sie putzt. Denn die Eltern haben sich angekündigt. Außerdem bin ich durch die ganze Stadt gelatscht, um mir einen schönen Praktikumsplatz zu suchen. Vorher liebevoll aus den Gelben Seiten die Adresse rausgesucht, dann in der großen Stadt verlaufen( soo lange wohn ich ja auch noch nicht hier, da darf man schon mal die Orientierung verlieren) und was ist? Keiner da! Die spinnnen wohl! Machen so früh Schluss. Also morgen wohl die gleiche Prozedur. Aber was macht man nicht alles, um sein Studium weiter führen zu können. Brauch ja noch 2 Wochen Vorpraktikum, in den ich eh wieder nur Kaffee kochen darf und es trotzdem nicht lerne. Dafür haben "die Großen", also die aus den höheren Semester, uns versprochen, dass es bald spannend und sogar audiologisch wird. Heißt ja nicht umsonst so.
Werde mir jetzt fleißig Elektrotechnik reinwürgen, in 3 Wochen sind Klausuren und ich kann grad mal Gleich- und Wechselstrom auseinander halten. Das reicht nicht für ein "bestanden". Leider. Dafür weiß ich jetzt, warum der Herr van Gogh sich das Ohr abgeschnitten hat. Der hatte ne echt blöde Krankheit. Morbus Meniére, wie der Fachmann (*hüstel*) sagt. Da läuft echt alles schief, was beim Ohr so alles schief laufen kann. Echt übel. Das wünscht man nicht seinem größtem Feind. Obwohl...
Also, meine Lieben, lasst es euch gut gehen, geniesst das Pfingstfest. Uns esst immer schön auf, damit das Wetter bald mal wieder besser wird.
Seid gegrüsst, die Claudi

3 Kommentare 1.6.06 16:31, kommentieren

welcome australia!!

moin leute, dachte es wär mal wieder zeit mich mal wieder hier zu betätigen...

endlich hat die we-em angefangen, und meinereins ist natürlich voll vom fieber gefangen, is gibt bis jetzt kein spiel was ich nicht gesehen habe (was sich heute ändern wird wegen ner vorlesung) und war sogar schon einmal live in einem austragungsort:

als ich gehört habe, dass australien in kaiserslautern gegen japan spielt, hab ich mich in die nächste S-Bahn gesetzt und bin losgesegelt. natürlich hab ich keine tickets gehabt, aber allein schon der ausblick ind der nähe das spiel in einer public viewing area anzugucken, und danach mit den australiern zu feiern, hat mir diese entscheidung leichtgemacht, ausserdem brauchte ich ja auch nichts für die fahrt bezahlen, da kaiserslautern noch im bereich meines semestertickets ist.
hatte aber doch noch die möglichkeit ein ticket kaufen zu können, da überall leute rumstanden, die ihre gerne loswerden wollten. ihr werdet vielleicht sagen, dass es völliger blödsinn gewesen wäre, sich sowas zu holen, da alles personaliesiert war, aber der erfahrende fan weiss natürlich durch insiderinformationen, dass sie die ticket nur stichprobenartig kontrollieren und die wahrscheinlichkeit erwischt zu werden is bei 1 zu 10. hab nachher aber mein geld doch viel lieber gehabt (obwohl 60 € ziemlich günstig waren) und mich in die fanarena gequetschtl, wo ausser mir noch ne ganze menge australier waren, die ohne tickets angereist sind, und mit denen man dann natürlich am meisten feiern konnte, nachdem sie nach dem 3:1 wussten, dass ihre anreise nicht umsonst war.
werd auf jedenfall versuche in der nächsten zeit ähnliche erlebnisse aufzusuchen, da in meiner nähe mit stuttgart, kaiserslautern, frankfurt und mit ein wenig mehr geld münchen, hannover, nürnberg und köln so ziemlich in reichweite sind, und wenn sich das nächste mal ein für mich interessantes spiel anbahnt, dann könnt ihr gewiss sein, dass ich dabei bin. ( ich hab als nächstes australien gegen brasilien in münchen im kopf)

torgeile grüsse aus mannheim vom fussballbegeisterten

hannes

2 Kommentare 14.6.06 13:15, kommentieren

So stelle ich mir die Hölle vor!

so...nach einer woche also der blogeintarg aus dem krankenhaus. entschguldigt die wahl der zeitform...komme erst jetzt zum posten...

"O.K.! Es hat mich mal wieder erwischt. Ich liege abermals im Krankenhaus. Nur darf ich es diesmal nicht mit BWK abkürzen, wenn ich davon erzähle. Und was soll ich Euch sagen? Es ist ein Albtraum. In bösen Fantasien betritt der Oberarzt das Zimmer mit den Worten: „Welcome to hell. I am your personal devil“. Denn es ist tatsächlich so, wie ich mir das Leben-Danach für den bösen Sascha vorstelle: Mit krampfhaften Schmerzen eingeliefert, realisiert man, irgendwas ist falsch (schließlich könnte man ja tot sein). Dann kommen so Anweisungen wie „Trinken Sie am Tag 5 Liter“, und man selbst quält sich den Tag über mit der Ausführung. Durch das klare Gesöff ist man de-facto ans Porzellan gekettet. Überflüssig zu erwähnen: das Krankenhausessen; hab neulich ein Haar drin gefunden. Später hab ich minutenlang versucht rauszubekommen, von welcher Körperstelle es stammen könnte. Sicher ist nur, es war keines von meinen – alle noch da!
Weiter geht’s mit den Spritzen. Sind es keine Schmerzmittel, die natürlich nicht wirken, bekommt man Thrombosezeugs. (wenigstens spart man sich so die Strümpfe). Apropos weiße Socken. Wer glaubt, die Hölle sei ein heißes Pflaster, der irrt gewaltig. Ich friere! Das Klappfenster ist offen und – wie könnte es anders sein - kaputt. Doch die höllischen Qualen nehmen kein Ende. Langeweile macht sich breit. Am Freitag vor Pfingsten zum ersten Mal eingecheckt, harre ich jetzt den 6. Tag aus. Und es gibt noch keine Diagnose. Symptome und Analysen weisen auf das eine hin, bildgebende Verfahren sagen: „Ätsch. Stimmt ja gar nicht.“
Die Torturen dauern an. Es ist 8:30 Uhr, ich habe frei und bin trotzdem schon wach. Die Reinigungskraft steht neben dem Bett und schaut sich die Dauerwerbesendung für einen beutellosen Staubsauger an. Vor 2 Stunden wurde dann ein neuer Mitinsasse
reingeschoben. Vielleicht gehört er aber doch zum Folterpersonal. In unregelmäßigen Abständen schnarcht es so laut, dass die Vögel draußen das Singen einstellen. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Es ist halb neun und ich bin wach: SO LAUT IST DAS!
Einzig komisch für die Hölle – mir sind zwei Engel erschienen. Haben sogar ein Büschel Grünzeugs vorbeigebracht (glaube jedenfalls, dass es grün ist). Danke dafür Ihr zwei.
Ich tröste mich derweil mit dem Gedanken, dass ich vorerst nur zu Besuch bei Beelzebubs Freunden bin. Schon komisch, aus Frankreich kam ich fast direkt hierher. Erst das „Paradis auf Erden“ und dann…! Wenn es einen Gott gibt, hat sie nen merkwürdigen Sinn für Humor.

Gehabt Euch wohl und bis bald (ich geh mir jetzt Ohropax suchen)"
Sascha

6 Kommentare 18.6.06 22:26, kommentieren

ich hab sonst nichts anderes zusagen

6 Kommentare 25.6.06 12:59, kommentieren

Sommer, Mathe und Fußball

Sommer in Jena ist toll. Auch wenn hier nicht so viele Seen sind wie zu Hause. Stattdessen gibt es hier tolle Parks: Das Paradies natürlich (und es heißt nicht umsonst so!) und gleich gegenüber von meiner Wohnung ist der Goethepark - klein und gemütlich, vor allem nicht so überlaufen und um einen herum zwitschern die Vögel. Da machen die Mathe-Übungsaufgaben gleich nochmal so viel Spaß. (Jetzt könnte man natürlich ganz klug sagen: Zweimal Null bleibt aber Null! - aber dieser Fall wird hier mal vernachlässigt, wenn es wirklich null Spaß machen würde, sollte ich wohl lieber den Studiengang wechseln...)

Außerdem ist es sehr ermutigend, wenn die Professorin vorn an der Tafel steht und sagt, dass es ganz normal ist, dass einem diese ganzen irreduziblen-Polynom-Sachen und hyperkomplexen Zahlen (der erste "interessante" Zahlbereich...) ein wenig spanisch vorkommen. "Sie müssen sich nur daran gewöhnen. Im Hauptstudium kommen noch viel kompliziertere Sachen. Dann werden Sie sich fragen, warum Sie schon über dem Stoff des Grundstudiums verzweifelt sind." Ok, das ist dann wieder nicht so ermutigend.

Ansonsten sorgt die Fußball-WM zurzeit für Abwechslung. Zwar hab ich noch nicht versucht, nach Leipzig zu pilgern und irgendwie ins Stadion zu kommen, obwohl sich das beim Spiel Argentinien gegen Mexiko bestimmt gelohnt hätte. Schade, dass Mexiko verloren hat. Jetzt muss die Mannschaft ausziehen aus dem Esplanade-Hotel drüben am Zeiss-Platz.
Aber Fußball gucken in der Kneipe ist natürlich Pflicht. Mal sehen, wo wir am Freitag einen Platz finden. Zwar werden die Spiele in fast jeder Gaststätte übertragen, dafür ist es aber auch überall gerammelt voll. Und die Stimmung ist einfach großartig. Ständig gibt es Autokorsos und die Leute rennen bunt angemalt und mit Fahnen durch die Stadt. Wenn Deutschland gewinnt, wer de ich mir auch eine Deutschland-Fahne kaufen.

Euch auch viel Spaß beim Anfeuern und Mitfiebern, natürlich auch alles Gute für eure Prüfungen!

Sarah

2 Kommentare 26.6.06 21:42, kommentieren

robben und eistee

ich hab ´s endlich geschfft.! meine Hausarbeit ist fertig und ich kann sie nicht merh sehen . und es hat jetzt schon kein spaß gemacht und das war nur eine ganz kleine... ich will maler werden.. oder robbenretterin... und schlauchbooten den ozean rauf unf runter düsen und japanische robbenbabyjäger daran hindern, die wollpuschel abzuschlachten. ja, das mach ich. ich muss mir noch eine dickere winterjacke kaufen.muss dann mal los Emotic(jump)} so ich bin wider da. jacken hatte sind nicht, also werde ich jetze eisteetesterin. also, fall jamend eienn kalten tee(=kalttee und eiskalter tee=eistee) hat, ivch komm zu euch und tesete ihn. aber an meinem job sind einige forderungen geknüpft: ich komme nur, wenn es sich lohnt. ich muss abgeholt werden, es muss mind. 1l sein und die sonne muss so auf mich scheinen, dass ich durst hab und eistee trinken will. so da die bedingungen jetzt klar sind, schickt mitte euer bewerbung an juliane teetestaterin und robbretterin, ach nee ohne jacke wird das ja zukalt...Emotic(ill)}
seid umarmt
jule {

5 Kommentare 27.6.06 22:46, kommentieren

"Scheiß auf Bildung - Ich fick mich hoch!"

Ja, ich weiß, viele böse Worte, aber dieses Transparent schmückt seit heute Morgen unseren Campus. Einige andere mehr haben wir heute durch die Stadt getragen und den Straßenverkehr zum Erliegen gebracht. JA, ICH WAR AUF EINER DEMO! Das ist voll spannend, allerdings taten mir hinterher die Arme ziemlich weh vom zweistündigen Transparent-so-hoch-wie möglich-halten.

Vielleicht fragt ihr euch, wogegen wir demonstriert haben: gegen Studiengebühren natürlich, die ab 2009 in Thüringen kommen sollen. Vorher will uns der Kultusminister noch schicke 50 Euro Verwaltungsgebühren pro Semester auf die Nase drücken. Insgesamt eine ziemlich spannende Aktion. Am Paradiesbahnhof ist ein Teil der Gruppe hochgestürmt auf den Bahnsteig und hat im wartenden ICE Flyer verteilt - der Zug hatte danach bestimmt 15 bis 20 Minuten Verspätung.

Am nächsten Donnerstag findet ja in Frankfurt (Main) eine Großdemo gegen Studiengebühren statt. 500 Leute sollen aus Jena mitfahren. Bleibt nur zu hoffen, dass die Proteste nicht ungehört bleiben.

Sarah

7 Kommentare 28.6.06 21:07, kommentieren