MITTWOCHABEND

Tour de France

Nun komme ich endlich dazu, euch mal ein paar Eindrücke von meiner Frankreichreise zu schildern. Also erstmal, das Land ist ein Traum, besonders Korsika. Bei Gelegenheit gibts Bilder, geht im Moment leider nicht. Das Problem allerdings sind die Leute. Die verarschen einen, wo es nur geht. "Ihr wollt mit dem Zug nach Lyon? Hier, ein TGV- Ticket erster Klasse- ist am billigsten für euch." "Ihr wollt mit der Metro zum Bahnhof Paris Nord? Sind ja nur zwei Stationen. Ich muss in die gleiche Richtung, es ist der richtige Zug." Blöd nur, wenn man an der nächsten Station feststellt, dass man in die falsche Richtung geschickt wurde. Besten Dank auch. Was soll ich sagen? Ich bin schwer enttäuscht. So schön die Städte(besonders Lyon und Aix-en- Provence) und die ganze Landschaft auch sein mag, ich fahr da nie wieder hin! Ganz ehrlich. Und wenn mich jemals ein Franzose nach dem Weg fragt, wird er auf jeden Fall nicht da landen, wo er hin möchte. Auch wenn dieser Racheplan dann wahrscheinlich den Falschen trifft.
Aber wenn ihr jetzt denkt, wir haben uns den Urlaub dadurch versauen lassen haben, irrt ihr. Wir hatten tatsächlich eine gute Zeit. Viel Zeltromantik mit essen aus Muttis alten Ossi- Alu- Töpfen, die verzweifelten Versuche, eine Dose Ravioli aufzukriegen( wer denkt schon bei einem Rucksackurlaub an Dosenöffner?) und der ständige Kampf mit wilden Tieren, die nachts die Vorräte anknabbern. Aber es wurde besser, wir stiegen auf von billigen Zeltplätzen auf Korsika zu billigen Hotelzimmern in den Städten, bis hin zur Königskategorie- die französichen Verwandten! Ja, ihr habt richtig gelesen, mein teurer Freund hat Verwandte in Frankreich. Und die haben uns nach Strich und Faden verwöhnt. Habt ihr jemals Champagner getrunken(und ich spreche hier nicht von dem billigen vom Aldi). Nein? Ich schon.
Ein Highlight war auch die Rückfahrt. Erstmal lustiges Metrofahren in Paris(wie oben erwähnt), dann mit dem Zug in Köln ankommen und erstmal einen billigen Burger essen. Schnell in den Zug nach Münster, wo wir bei Theos Bruder schlafen wollten, der dann doch kurzfristig abgesagt hat. Also um ein Uhr angekommen(nachts wohlgemerkt), der nächste Zug zu Theo fuhr um 5. Was nun? Taschen eingeschlossen und in den nächsten Club. Herrlich. Dann um sieben bei Theo angekommen und nach kurzer Berichterstattung bei seinen Eltern ab ins Bett.
Jetzt freu ich mich, bald wieder nach Anklam zu kommen, dass ja überfüllt zu sein scheint, mit all meinen Freunden. Seid lieb gegrüsst,
die Claudi

16.8.06 12:27

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